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Die unmögliche Physik der Giraffen

Bluthochdruck, Schwindelattacken, Hirnschlag: Giraffen sind ständig von Krankheiten bedroht. Sogar einfache Dinge wie Trinken und schlafen können den Tod bedeuten. Deshalb haben die Sechs – Meter – Riesen ein unglaubliches Innenleben entwickelt, das ihnen täglich…. Nun ja, den Hals rettet.

Wie versorgt man ein Gehirn aus drei Meter Entfernung?

Bei den Blätternaschen aus den Baumkronen liegt das Gehirn drei Meter oberhalb des Herzens. 170 Herzschlägen, Adern wie Stützstrümpfe und der höchste Blutdruck im Tierreich helfen die der Versorgung. Senkt die Giraffe aber bei den Tricken ihren Kopf, befindet sich das Gehirn plötzlich zwei Meter darunter! Die Folge: Maximaler Blutdruck droht – und damit ein Hirnschlag! Um den zu verhindern, hat die Giraffe ein Schwammartiges Adernetzwerk. Es lässt nur so viel Blut durch, dass das Gehirn ausreichend mit Sauerstoff versorgt wird. Der Rest wird gespeichert und abgegeben, sobald die Giraffe den Kopf wieder hebt.

Was ad durch die Savanne schreitet, ist physikalisch eigentlich nicht zu erklären. Die viel zu dünnen Beinchen scheinen jeden Moment unter der Last des Oberkörpers zu zerbrechen. Ein winziger Kopf sitzt auf einem Hals der mit 2,50 Metern länger ist als jedes Basketballspieler. Doch was unglaublich erscheint, hat enorme Vorteile.

Futterneid? Unbekannt!

Die meiste Zeit verbringen Giraffen damit, ganz gemütlich Blätter aus den Bäumen zu erhaschen. Mehr als 60 Kilo vertilgt ein Giraffenbulle täglich, gerne von ganz oben, gepflückt mit der bis zu 50 Zentimeter langen Zunge, die praktischerweise immun gegen Sonnenbrand ist. Futterneid ist unbekannt. Die Welt sechs Meter über der Erde gehört den Giraffen – und ein paar Vögeln.

Schließlich haben sie diesen unglaublichen Hals: Ein Nackenband, das vom Hinterkopf bis zum Steiß verläuft, sorgt für außergewöhnliche Flexibilität. Sieben Halswirbel, jeder einzelne bis zu 40 Zentimeter lang, hält den Hals dennoch stabil. Warum Giraffenhälse in den letzten 14 Millionen Jahren der Evolution immer länger geworden sind, ist bis heute ein Rätsel. Die meisten Wissenschaftler vermuten jedoch, dass sich langhalsige Tiere durchgesetzt haben, weil sie in höher gelegenen Baumkronen mehr Futter fanden und so auch in Hungerzeiten überlebten.

Leichte Beute? Das sieht nur von unten so aus…..

Ein weiterer Vorteil: Giraffen haben einen weiten Rundumblick und können ihren Kopf um fast 360 Grad drehen. Feinde enttarnen sie schon aus bis zu fünf Kilometer Entfernung. Keine Hyäne, kein Löwe kann sich ihnen nähern, ohne Bemerkt zu werden. Schafft es ein Eindringling dennoch, sich der Herde zu nähern, bleibt die Giraffe gelassen, wie eine Szene aus Namibia kürzlich bewiesen hat. Denn sobald sich ein Löwe auch nur in die Reichweite der langen Beine gerät, setzt es gewaltige Giraffentritte.  Hufe, so groß wie Suppenschüssel, perfekt für die Verteidigung. Besagter Löwe kam mit ein paar blauen Flecken davon. Dabei hat er dann noch Glück, viele Löwen haben Gebrochene Rippen und eine Kräftige Gehirnerschütterung.

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