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Grünland in den roten Zahlen

Schleswig-Holstein trauriger Spitzenreiter beim Verlust des wertvollen Lebensraums

Lebensraum für einst häufige Tier- und Pflanzenarten – das waren noch vor einigen Jahren die Feuchtwiesen in Schleswig-Holstein. Kiebitz und Feldlerche, Sumpfdotterblume und Wiesenschaumkraut – von der einstigen Pracht ist heute kaum noch etwas geblieben. Die Trauerseeschwalbe steht kurz vor der Ausrottung – auch durch die massive Entwässerung wertvollen Grünlandes.

Im Jahr 2003 machte Dauergrünland noch 43 Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche aus (rund 416.000 Hektar). Heute ist Schleswig-Holstein einsamer Spitzenreiter beim Verlust des wertvollen Lebensraums. Umbruch für den Maisanbau oder Intensivierung der Nutzung zur Gewinnung von Silage – rund 7,7 Prozent gingen im Zeitraum 2003 bis 2008 als Teil unseres wertvollen Kulturlandes verloren: Tendenz trotz im Juni 2008 erlassenen Umbruchverbots – Dauergrünland darf nur nach vorheriger Genehmigung umgebrochen werden – weiter steigend, denn Flächen, für die keine EU-Prämien in Anspruch genommen werden, fallen aus der Statistik heraus. In Schleswig-Holstein mit verantwortlich: Neben dem massiven Ausbau des Maisanbaus auch die Streichung der Grünlandprämie durch Landwirtschaftsminister von Boetticher im Jahre 2005, wodurch Grünland bewirtschaftende Betriebe deutlich benachteiligt wurden.

Daneben stehen heute die Milcherzeuger massiv unter Druck, und auch die Rindfleischproduktion findet aus Kostengründen zunehmend nicht mehr auf der Wiese, sondern in ganzjähriger Stallhaltung statt. Durch die weitere Erhöhung der Milchquote geraten vor allem extensiv wirtschaftende Milchviehbetriebe in Not.

Der NABU Schleswig-Holstein dokumentiert im Folgenden einige Aspekte der Grünlandpolitik und stellt eine Auswahl typischer Tier- und Pflanzenarten des Grünlands vor.

Moore in Schleswig-Holstein

Auf schwankendem Grund

Moore üben eine einzigartige Faszination auf den Menschen aus. Sie wirken geheimnisvoll und unheimlich, sogar ein wenig bedrohlich oder aber wild romantisch – schon immer haben Moore daher in der Literatur und im Film als Schauplatz und Tatort gedient. Wer kennt nicht das Gedicht von Annette von Droste-Hülshoff „Der Knabe im Moor“, welches diese Stimmung auf den Punkt gebracht hat. In Graal-Müritz in Mecklenburg-Vorpommern an der Ostseeküste wiederum feiern alljährlich viele Menschen den guten Moorgeist „Murmann“, der schon etlichen Moorwanderern das Leben gerettet haben soll.

Bis heute haben Moore wie kein anderer Lebensraum sich ihre Aura erhalten können. Dabei verschwindet dieser Lebensraum, der für viele spezialisierte Tiere und Pflanzen, aber auch für den Klimaschutz und den Wasserhaushalt der Landschaft von überragender Bedeutung ist. Der NABU Schleswig-Holstein setzt sich in einem von der Umweltlotterie BINGO! gefördertem Projekt mit diesem Lebensraum auseinander.

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