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Goldammer

Vogel des Jahres 1999

Der mancherorts "Bauernkanari" genannte Vogel gehört, wie die Feldlerche, eigentlich zu den Kulturfolgern des Menschen, die aber in den letzten Jahren von der zunehmend intensiveren Landwirtschaft bedroht werden.

Die Goldammer wird volkstümlich auch Hämmerling, Emmerling, Ammeritz, Gelbling, Gilberitz oder Bauernkanari genannt. Sie ist eine von fünf Arten aus der Familie der Ammern, die in Deutschland brütet.

Mit 16,5 cm ist die Goldammer etwas größer als ein Sperling, hat aber einen längeren Schwanz. Die Färbung ist variabel, wobei das Männchen überwiegend ein leuchtend gelbes Gefieder mit vielen braunen Streifen und Säumen trägt und das Weibchen insgesamt unscheinbarer erscheint. Ein besonderes Kennzeichen aller Goldammern ist der rostrote Bürzel.

Nahrung

Während der Brutzeit ernährt sich die Goldammer von Insekten, Spinnen und anderen Wirbellosen. Im Winter frisst sie auch viel Sämereien - vor allem von Getreide.

Lebensraum

Lebensräume der Goldammer sind offene, abwechslungsreich strukturierte Kulturlandschaften mit Sträuchern, Hecken und Obstbäumen, sowie Waldränder, Lichtungen und Randlagen von Ortschaften.

 

Fortpflanzung

Hauptsächlich zwischen April und Anfang Juni baut die Goldammer ihr Nest aus Grashalmen und Blättern - entweder am Boden, oder bis in etwa vier Meter Höhe. Ihr Gelege besteht aus vier bis fünf weiß bis rötlichbraun gefärbten Eiern mit auffallenden, feinen Haarlinien. Die Brutdauer beträgt 12 bis 15 Tage, ebenso die anschließende Nestlingszeit. Nach dem Ausfliegen werden die Jungen schnell selbständig. In der Regel erfolgen zwei Bruten im Jahr.


Verbreitung.

Die Goldammer ist Brutvogel vom äußersten Norden der Iberischen Halbinsel bis nach Zentralsibirien hinein und im Norden bis an das Nordkap.
 

Bestand

Die Goldammer-Bestände gelten in Deutschland noch als stabil, doch melden unsere westlichen Nachbarn (Frankreich, Belgien, England) und auch die skandinavischen Länder teilweise erhebliche Rückgänge. In Deutschland brüten 1,0 bis 2,8 Millionen Paare.


Gefährdung

Als typischer "Feldvogel" ist die Goldammer unmittelbar von den Bewirtschaftungsformen in der Kulturlandschaft abhängig. Negative Beeinträchtigungen und Verluste an Brutmöglichkeiten gehen daher vor allem mit folgenden Faktoren einher: Intensivst bewirtschaftete Äcker, die weder Wildkräutern noch Insekten ein Chance lassen, führen zu Nahrungsmangel. Fehlende Kleinstrukturen in der Feldflur (Gebüsch, Hecken, Gräben) verhindern Nistplätze und die ebenso benötigten Singwarten. Waldränder, die ohne einen Gebüschsaum unmittelbar an Ackerflächen angrenzen, bieten Goldammern ebenfalls keine Brutmöglichkeiten mehr.

 

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