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Aussterben

Aussterben nennt man das völlig verschwinden ganzer Tierarten (und Pflanzenarten) oder –gruppen von der Erde.

Es ist gut 280 Jahre her, das der Schweizer Gelehrte J. J. Scheuchzer, die Versteinerten Überreste eines Riesensalamanders deutete als betrübtes Beingerüst von einem Sünder, so in der Sinnflut ertrunken. Seit im 19. Jahrhundert Anatomie und Morphologie der verschiedenen Tierklassen gewaltige Fortschritte machten, begann man auch die Reste ausgestorbener Tiere im richtigen Licht zu sehen: Eine neue Wissenschaft vom Leben der Vorzeit, die Paläontologie, profilierte sich. Sie gibt den Biologen Auskunft über die Tier- und Pflanzenwelt vergangener Zeiten und ihre Entwicklung aus primitiven Formen.  Dem Geologen liefert sie als Hilfswissenschaft wertvolle Leitfossilien: Das sind in bestimmten Formationen immer wieder Auftretende, charakterische Versteinerungen, die eine Genaue Datierung von Gesteinsgeschichten gestatten.

Im strengen Sinn bezeichnet man nur Tiere als ausgestorben, die von der Erde verschwunden sind, ohne direkte Nachkommen zu hinterlassen. Tiere wie z. B. die Vorfahren des Pferdes, deren ganze Ahnenreihe bekannt ist, zählt man nicht zu den ausgestorbenen Tieren, da ihre Nachkommen ja in modernisierter Form weiterleben.

Warum sterben Tiere aus?

Weil die Umweltbedingung (Klima, Verteilung von Wasser und Land) sich ändern, weil überlegene Nahrungskonkurrenten sie verdrängen (wie die höheren Säugetiere vielleicht die Beuteltiere), weil Parasiten und Krankheiten die Tiere dezimieren oder weil eine wild wuchernde Entwicklung zu lebensunfähigen Riesenformen führt (Säbelzahntiger, Riesenhirsch)

In den letzten Jahrtausenden spielt die Ausrottung durch den Menschen eine zunehmende wichtigere, traurige Rolle.

In einigen Fällen, wie bei den Sauriern und Ammoniten, ist das ziemlich plötzliche Aussterben letztlich noch ungeklärt. Bei Tierstämmen, die –zig Jahrmillionen immer wieder neue Formen hervorgebracht haben, scheint die Anpassungsfähigkeit des Erbgutes eines Tages zu versagen. Nur die Vergleichsweise primitiven Formen können auf die Dauer überleben. Sie blieben entweder als Lebende Fossilien in der alten Gestalt erhalten oder sie waren Ausgangspunkt neuer Entwicklungseinrichtungen. So konnte z. B. nur der ursprüngliche Bauplan der Säugetiere mit je 10 Fingern, Zehen und einem Allesfresser Gebiss – Ausgangsform für die Ahnenreihe des Menschen werden.

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