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Seeadler im Landkreis Cuxhaven geschossen 16.02.2016 - 11:02

Seeadler im Landkreis Cuxhaven geschossen

NABU und WWF setzen Belohnung zur Ergreifung des Täters aus

Leiferde / Neuhaus an der Oste - Der NABU Niedersachsen ist entsetzt: Im Landkreis Cuxhaven bei Neuhaus an der Oste wurde ein geschossener Seeadler entdeckt und geborgen. Am vergangenen Freitag, den 12. Februar 2016, wurde das NABU Artenschutzzentrum Leiferde über einen Totfund eines Seeadlers informiert

Diese Information bestätigte sich, als Joachim Neumann, Mitarbeiter des NABU Artenschutzzentrum Leiferde und zertifizierter Baumkletterer, den Horst bei Neuhaus / Oste (Landkreis Cuxhaven) bestieg. Ein Seeadlerweibchen lag, mit durchschossenem Korpus, tot im Nest. Der NABU bittet um Hinweise und Beobachtungen, die Aufschluss über die Tat geben können.

Peter Görke, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Adlerschutz Niedersachsen (AAN), Seeadlerbetreuer und –Experte, sowie Joachim Neumann, NABU-Artenschutzzentrum Leiferde, waren auf einen Anruf des dortigen Adlerbetreuers Fritz Bechinger nach Neuhaus gefahren, um den Kadaver des toten Vogels zu bergen. Der örtliche Adlerbetreuer, Fritz Bechinger, beobachtet den Horst schon seit einiger Zeit und hatte den toten Vogel bemerkt.

Am Horst angekommen stellte Joachim Neumann den toten Seeadler sicher und brachte ihn zu Boden. Das adulte, sehr kräftige Weibchen, war bei sehr guter Kondition und hatte noch einen kleinen Ast im Schnabel. „Bei der Tätigkeit des Nestausbesserns ist das Adlerweibchen durch einen Schuss zu Tode gekommen“, berichtet Peter Görke, AAN, „wir sind entsetzt und traurig, dass so etwas heute noch vorkommt. Bei 44 Seeadlerpaaren in Niedersachsen zählt jedes einzelne Individuum“.

Der Seeadler wird morgen Nachmittag per Express vom NABU zur weiteren Sektion an das Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung nach Berlin geschickt.

Der NABU Niedersachsen unterstreicht seine seit längerem erhobene Forderung nach Einrichtung einer Schwerpunktstaatsanwaltschaft Umweltkriminalität für Niedersachsen. „Greifvogelverfolgung verstößt gegen das Artenschutzrecht und muss konsequent und unnachgiebig verfolgt werden“, erklärte Dr. Holger Buschmann, NABU-Landesvorsitzender Niedersachsen. Dies sei in Niedersachsen aber nicht gewährleistet. Hier müsse dringend Abhilfe geschaffen werden. Der NABU Niedersachsen erinnert in diesem Zusammenhang daran, dass mit der gemeinsam mit der Jägerschaft unterzeichneten „Hannoverschen Erklärung gegen die illegale Greifvogelverfolgung“ vom 27. März 2007 eine klare Grundlage vorhanden ist: Jede Greifvogelverfolgung mit Gift, Fallen oder Waffen ist eine Straftat, die mit empfindlichen Strafen bis hin zum Freiheitsentzug von fünf Jahren geahndet werden kann!

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